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Koordination & Management

 

"Die Jugendbegleiter werden sehr oft gerufen"

"Die Jugendbegleiter werden sehr oft gerufen"

Ein Interwiew mit der Jugendbegleiter-Managerin Anita Braun. Anita Braun ist Jugendbegleiter-Managerin an der Pestalozzischule in Ettlingen. Im Interview berichtet sie über den Alltag in der Schule und über das, was die Jugendbegleiter dort stets umgibt. Anita Braun ist 60 Jahre alt und gelernte Kauffrau.

 
 
Servicestelle Jugend und Schule: Warum sind Sie Jugendbegleiter-Managerin geworden?
Anita Braun: Nachdem die Firma, in der ich als Sekretärin arbeitete, ihren Standort wechselte, verlor ich meinen Arbeitsplatz und wurde an der Pestalozzischule in Ettlingen Jugendbegleiter und zwei Jahre später Jugendbegleiter-Managerin.
Servicestelle Jugend und Schule: Beschreiben Sie bitte die Situation der Jugendbegleiter an der Schule.
Anita Braun: Die Pestalozzischule ist eine gebundene Ganztagsschule, d.h. die Kinder der Hauptschule (Klasse 5 bis 9) verpflichten sich, das Mittagessen täglich einzunehmen. Die Aufgabe der Jugendbegleiter ist es u.a. darauf zu achten, dass der Mittagstisch reibungslos und ruhig abläuft, die Kinder ihren Essensplatz sauber wieder verlassen. Auf ordnungsgemäßes Abräumen des Geschirrs sowie die Entsorgung der Essens-Reste wird ebenso geachtet. Nach dem Essen haben die Kinder die Möglichkeit ihre restliche Pause verschiedenartig zu gestalten. Sie können den Fußballplatz, den gesamten Schulhof oder die Freizeit-Aufenthaltsräume nutzen. Tischtennisplatte und Tipp-Kicker ist ebenfalls vorhanden. Die Jugendbegleiter werden sehr oft gerufen, um Streit und Auseinandersetzungen zu schlichten. Ebenso achten wir sehr streng darauf, Beleidigungen, Beschimpfungen und Gewalttätigkeiten zu vermeiden. Die Pestalozzischule wird von sehr vielen Kindern Migrationshintergrund besucht. Für die Jugendbegleiter bedeutet dies, stets Anfeindungen diesbezüglich zu regeln.
Servicestelle Jugend und Schule: Was war Ihr schönstes Erlebnis an der Schule?
Anita Braun: Für mich bedeutet es schon sehr viel, wenn Kinder in der Lage sind, sich für Beleidigungen zu entschuldigen. Eine Wertschätzung unserer Arbeit erfahren wir auch dann, wenn sich die Schüler bei einer Schulentlassung bei uns Jugendbegleitern für die liebevolle Begleitung und Betreuung bedanken.
Servicestelle Jugend und Schule: Warum engagieren Sie sich ehrenamtlich?
Anita Braun: Sich ehrenamtlich zu engagieren, halte ich für sehr wichtig, um die nachfolgenden Generationen so gut wie möglich zu unterstützen.
Servicestelle Jugend und Schule: Wie wird Ihre Arbeit gewürdigt?
Anita Braun: Mein Jugendbegleiter-Team und ich haben das Gefühl, dass unsere Arbeit an der Pestalozzischule sehr gewürdigt wird und wir in der Schule sehr gebraucht werden.
 
Die Evaluation des Jugendbegleiter-Programms im Schuljahr 2015/2016 gibt einen Überblick über den aktuellen Entwicklungsstand des Programms.

Zehnte Evaluation auf der Bildungskonferenz im Jugendbegleiter-Programm veröffentlicht

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